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Draht nach oben?
Der Querdenker des Herrn

Andre Hermany Pfarrer André Hermany ist der neue katholische Dekan von Fürth, aber absolut "kein Pfarrer von der Stange". Seine Gemeinden schätzen ihn als enthusiastischen Seelsorger im besten Wortsinn, zugleich eilt ihm aber auch der Ruf eines Querdenkers voraus. Doch eigentlich will Pfarrer André Hermany, 55, nur die Menschen für den Glauben begeistern, wenngleich er dafür nicht immer zu konventionellen Mitteln greift. Seit November 2011 ist Hermany nun als Dekan der Oberhirte für die gesamte katholische Gemeinde der Stadt Fürth, Aushängeschild und Ansprechpartner für knapp 55.000 Gläubige - neben seinen vier Pfarrstellen Cadolzburg, Langenzenn, Wilhermsdorf und Markt Erlbach, die er parallel dazu weiter betreut! Ein Porträt.

Georg Büchners "Woyzeck"
Furios im Schauspielhaus

Foto: Marion Bührle Die Bühne leer, nackt bis auf die Brandmauern. Und nackt der Mann, der auf der Bühne unentwegt im Kreis rennt, ein Tier im Hamsterrad, verfolgt von Stimmen aus dem Zuschauerraum, die sich über ihn lustig machen, ihn vorführen: Woyzeck, eine gehetzte, entblößte, bloß gestellte, ausgestellte Kreatur, ein Vieh, ein Menschenversuch, ein Laborexperiment am lebenden Objekt. Georg Büchners Menschendrama "Woyzeck" im Staatsschauspiel Nürnberg, in einer gewagten Inszenierung von Christoph Mehler. Stefan Lorch spielt diesen "hirnwütigen", von einer unbarmherzig-zynischen Gesellschaft aus Großbürgern und Militärs in den Wahnsinn und in den Mord an seiner Marie getriebenen armen Teufel, der über eine Stunde lang bis zur physischen Erschöpfung buchstäblich um sein Leben rennt.
Termine: 2., 14., 19., 22. und 29. Februar; 23. und 30. März; 20. April; 15. Juli. Karten unter: T: 0180-5231600

Alle Einzelterminewww.staatstheater.nuernberg.de

Freut euch, Kinder!
Kindertheater-Festival "Panoptikum"

Foto: Yves Kerstius Zum siebten Mal präsentiert sich das Festival "panoptikum" in Nürnberg in den Räumen des "Theater Mummpitz" im Kachelbau, im "Theater Pfütze", in der Tafelhalle, im "Theater Salz + Pfeffer", im "Theater Rootslöffel" und in der Villa Leon. Gezeigt werden elf attraktive Inszenierungen aus sieben europäischen Ländern, dazu kommen erstmalig elf bayerische Produktionen. Jede dieser Theatertruppen zeigt eine ganz eigene Handschrift, gespielt wird mit allen Medien, es wird getanzt, gesungen und natürlich gesprochen und gespielt. Ein Schwerpunkt liegt dieses Jahr beim Tanztheater für Kinder mit vier Tanztheaterproduktionen. Da reicht in einer fernen Wüste ein Mann einer dürstenden Pflanze die Hand, und gemeinsam gehen sie auf Wassersuche - ein so witziges wie körperintensives Tanz-Stück namens "Ilo" von der belgischen Truppe "La Compagnie Chaliwaté" (Foto).

Das gesamte Programmwww.festival-panoptikum.de

Außerdem:

  • Das geheimnisvolle Nürnberg Buch!
  • Sigi Zimmerschied: "Reißwolf - Eine Vernichtung in Akten"
  • "Das Tavli": Theaterproduktion vom "Griechischen Kunstclub Nürnberg" im Gostner
  • Uraufführung von Bernd Regenauers "Metzgerei Boggnsagg - Hirn reloaded" im Stadttheater Fürth
  • "MOSAIK2/Streiflicht": Neue Choreographie von Carlos Cortizo
  • Das Dürerjahr in Nürnberg
  • Die Städtische Kunstgalerie Fürth zeigt Arbeiten des DDR-Künstlers Wolfgang Mattheuer
  • Samuel Becketts Endzeitdrama "Warten auf Godot" in einer beachtlichen Inszenierung der Intendantin Katja Ott am Theater Erlangen

 
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Letzte Änderung: 26.01.2012
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