| Robin Hood im Marienbergpark! |
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23. SommerNachtFilmFestival
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REine wunderbare, sehr lebendige Initiative, zudem noch ohne kommerziellen Background: das "SommerNachtFilmFestival" - die schönste Art, den Urlaub daheim zu verbringen. Denn da fast alle Filme im Open Air-Betrieb gezeigt werden, kann man dort ohne Zusatzkosten mit selbstgemachten Schnittchen picknicken. Fast alle Filme werden im klassischen Kinoformat mit 35-mm-Großprojektoren projiziert. Mit dabei sind die bereits vertrauten Spielorte wie die Desi-Arena, der Fürther Stadtpark, der Marienbergpark, das Tucherschloss, die Felsengänge, die Erlanger Bleiche, die Katharinenruine, der Krafftscher Hof. Neu in diesem Jahr: das Nürnberger Stadionbad (Preview von "Männer im Wasser") und der Serenadenhof in der Kongresshalle auf dem ehemaligen NS-Geländemit dem Deportations-Melodram "Der letzte Zug" - übrigens in Anwesenheit des Regisseurs Joseph Vilsmaier.
Der Eintritt zu allen Kinoveranstaltungen kostet 7,50 bzw. 6,50 Euro ermäßigt. Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Internet unter

www.sommernachtfilmfestival.de
| Die Sonne war Zeuge! |
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"Das letzte Schweigen" von Baran Bo Odar |

Sommertage mit Gluthitze irgendwo in Deutschlands Provinz: ein Mädchen wird vermisst. Exakt 23 Jahre zuvor und an derselben Stelle kam ein Mädchen zu Tode - missbraucht und ermordet. Eine makabre Parallele mit Deutungsnotstand für die Polizei, ein Alptraum für die Betroffenen. Und ein Schock für einen Familienvater, einen Architekten mit niemals überwundener pädophiler Neigung, denn er war passiver Mittäter beim ersten Kindsmord. Ein Signal? Aber von wem und warum? Geschickt entwirft Regisseur Baran Bo Odar ein zunächst lose zusammenhängendes Puzzle von Figuren, die allesamt in den Fall verstrickt sind, um Szene für Szene das Netz dichter zu ziehen. Wie bei Hitchcock und Chabrol wird hier der Zuschauer zum scheinbar eingeweihten Mitwisser, der trockenen Fußes durch die Seelensümpfe der kontroversen Charaktere meandert. Und sämtliche Akteure. ... Ein starker Film.
Jochen Schmoldt
Deutschland 2010, Regie: Baran Bo Odar, Darsteller: Ulrich Thomsen, Wotan Wilke Möhring, Katrin Sass, Burghart Klaußner, Sebastian Blomberg, Karoline Eichhorn u.v.a.
| Kann Musik lügen? |
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"Das Konzert" von Radu Mihaileanu |

Ein märchenhaft schöner Film über eine große Lüge, hinreißend gespielt, fabelhaft in Szene gesetzt von dem Franzosen aus Rumänien, Radu Mihaileanu ("Zug des Lebens"). Es ist ein Film über Menschen aus verschiedenen Kulturen - Russland-Frankreich - und über die grenzüberschreitende "Macht" der Musik. Andrej Filipov, einst ein bedeutender Dirigent des Bolschoi-Orchesters Moskau - von den Sowjets wegen mangelnder Linientreue entlassen - , dümpelt als Putzkraft im Orchester-Gebäude vor sich hin. Da fällt ihm ein Fax in die Hände, in dem das Bolschoi-Orchester nach Paris eingeladen wird. Er unterschlägt das Fax und mobilisiert flugs seine Mitspieler von einst. ... . Der Film lebt von den immensen Kontrasten und Milieus, in denen die "postsowjetischen" Menschen marodieren, sofern sie nicht die neuen Profiteure sind. Starke, exzellent gezeichnete Charaktere prägen diesen sehr berührenden und sehr spannenden Film über die Liebe - zur Musik.
Frankreich 2009, 122 Minuten, Regie: Radu Mihaileanu, Darsteller: Miou Miou, Alexej Guskov, Melanie Laurent u.v.a.
Außerdem:
- Gut: Die Sportskanonen! "Männer im Wasser" von Måns Herngren
- Interessant: Eine Karte der Klänge von Tokio von Isabel Coixet
- Poetisch, melodramatisch und ziemlich fies: Mary & Max oder schrumpfen Schafe wenn es regnet? von Adam Elliot
Neu auf DVD:
- Eric Rohmers Zyklus Erzählungen Der Vier Jahreszeiten
- Die Blechtrommel Director's Cut-Blu Ray + DVD
- Battle in Seattle
- Das Feld der Ehre Passchendaele
- Japanische Meisterregisseure: Kinoshita Keisuke
- OSS 117
- Inspector Barnaby Volume 7
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